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Skiurlaub in Ischgl

Das Paznauntal in Ischgl zählt zu den schönsten Urlaubsregionen Europas. Zwar wird Ischgl oft und gerne als der Ballermann der Alpen bezeichnet, für den Skiurlaub gibt es aber wohl kaum ein schöneres Ziel. Der neue Werbevideoclip von Ischgl beweist eindrücklich dass Ischgl sowohl was Natur als auch den Faktor Apres Ski, Party und Coolness angeht, keiner etwas vormacht. Nicht umsonst feiert IT Girl Paris Hilton alljährlich am 16. Februar ihren Geburtstag als Gast von Günther Aloys in Ischgl.



Skiurlaub in Ischgl: Party und Pistenspass

Was aber fasziniert Urlauber aus aller Welt nun so an Ischgl? Ich denke es ist die Mischung aus Party und intakter Natur, aus Pistenspaß und Apres Ski Gaudi, aus dem Primitiven und dem Gehobenen. Ischgl ist ein Mix aus Luxus und dem archaischen Trieb des Menschen sich im Urlaub wüst zu betrinken ohne am nächsten Tag schief angeschaut zu werden. Die Preise im Nachtleben in Ischgl sind human, so lange man nicht ins Pascha stolpert. Da allerdings sind dann die Damen des Hauses die paar Euro wert die auf den Absacker aufgeschlagen werden.

Anders schaut es aus wenn man ein Hotel in Ischgl bucht. Durchwegs gehoben die Kategorie, ebenso sind es die Preise. Die Ischgler Hoteliers wissen um ihre Ausnahmerolle. So können Sie jeden Preis verlangen, trotzdem sind die Betten stets voll in der Apres Ski Metropole im Paznauntal. Qualität hat eben ihren Preis und Nachfrage bestimmt den Preis des Angebots. Wer einen Skiurlaub in Ischgl buchen möchte, sollte sich beeilen. Die Zimmer und Appartements sind nicht nur kostenspielig, sondern meistens auch sehr schnell ausgebucht.

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The Gossip in Ischgl

Die Tiroler Wintersport- und Eventprofis in Ischgl haben mal wieder einen großen Coup gelandet. Die gewichtige Frontfrau Beth Ditto und ihre Kombo The Gossip spielen in Ischgl groß auf. Am 27.11.10 werden Tausende nach Ischgl pilgern um The Gossip live im Rahmen des Top of the Mountain Konzerts zum Skiopening zu erleben.

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The Gossip in Ischgl

Der Ischgler Tourismusverband hat in den letzten Jahren einige Male für Aufsehen gesorgt als es gelungen war gewichtige Namen der Pop und Rockszene nach Ischgl für ein Konzert zu locken. Elton John, Tina Turner oder zuletzt Alicia Keys haben für gute Stimmung im Skigebiet gesorgt. Während andere Skiregionen auf Altbackenes aus der Volksmusikszene locken oder C-Promis wie Antonia aus Tirol auf die Bühne holen, lässt Ischgl alljährlich beim Skiopening im November wie auch beim Abrüsten im Mai mit ganz dicken Fischen aufhorchen. The Gossip in Ischgl könnte nun wohl der dickste Fisch von allen werden: immerhin wiegt die zierliche Sängerin mit der voluminösen Stimme auf 1.55 cm gute 100 kg.

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Wie weit darf Tourismus gehen?

Kaum eine Urlaubsregion kann in so gebündelter Form ganzjährig Nächtigungszahlen vorweisen wie Tirol. Im Winter sind die Tiroler ohnehin Tourismusweltmeister, der Sommer hinkt zwar ein bißchen hinterher, andere Destinationen können aber auch im Sommer nur von Erfolgen träumen die man zwischen Arlberg und Kitzbühel einfährt.

Hotelprojekt am Obernberger See

Viel wird in den Tourismus investiert in Tirol. So ist man es gewohnt auf Gletscherm und in entlegensten Seitentälern Liftanlagen anzutreffen. Ein Projekt steht nun aber schwer unter Beschuss: das Hotel am Obernberger See kurz vor dem Brenner Pass. Geplant ist, direkt am Ufer des idyllischen Bergsees ein Hotel mit 40 Betten. Das Hotel am Obernberger See soll direkt am Naturdenkmal entstehen und die Infrastruktur komplett umkrempeln. Das Gasthaus das momentan dort Ausflügler und Wanderer verköstigt, soll dem abenteuerlichen Hotel weichen, für welches Stahlcontainer in die Erde eingelassen werden sollen, so genannte Refugias. Statt Kühen, die von den umliegenden Almen an den See kommen, sollen in naher Zukunft Seminarteilnehmer das Ufer des Obernberger Sees bevölkern.

Widerstand gegen das Hotelprojekt am Obernberger See

Die Tiroler haben schon mal auf stur gestellt. Die Aktion Rettet den Obernberger See kann schon knapp 2000 Unterschriften vorweisen. Auf Facebook hat man 1500 Unterstützer für sich gewinnen können. Auch der Eigentümer des Sees, die Fischereigesellschaft Innsbruck, gibt vorerst mal kein grünes Licht für das Hotelprojekt am Obernberger See.

Dem entgegen stehen die Unterstützer von Unternehmer Gerhard Stocker in numerischer Unterzahl. Einige Bürger der 360 Einwohner Gemeinde Obernberg sehen eine Chance für Aufschwung im entlegenen Winkel Tirols. Der Bürgermeister selbst steht dem Hotelbau positiv gegenüber.

Sinnhaftigkeit des Hotels am Obernberger See

Die Frage die zu beantworten sein wird, ist die, ob ein Hotel mit 40 Betten in einer abgelegenen Gegend fernab jeglichen Skilifts wirklich einen Impuls für die Region bringt. Eine nachhaltige Bauweise mag zwar voraussetzen, dass die Landschaft nicht allzu arg in Mitleidenschaft gezogen wird, ob sich ein Hotel an dieser Stelle und Größenordnung rentiert, wage ich zu bezweifeln. Zumal die Finanzierung des Projektes noch lange nicht gesichert ist. Ob ein kleines Hotel am Obernberger See Arbeitsplätze in einer Zahl bringt, die einen wirtschaftlichen Aufschwung bedeuten für das abgelegene Dorf, darf ebenfalls bezweifelt werden.

Wie weit darf Tourismus gehen?

Kannibalisiert man sich mit Projekten die Naturschauplätze wie den Obernberger See kommerzialisieren langfristig? Warum kommen Menschen in die Alpen? Auch wenn der Ruf nach Events und Happenings laut ist von mancher Seite, so ist doch noch immer die Natur der Star. Wenn irgendwann alle schönen Plätze mit Parkplätzen, Gondeln, Schirmbars und Hotels zugepflastert sind, erreicht man ein Level des touristischen Overkill wie an der Adria oder in gewissen Orten in Spanien. Ein nicht wirklich wünschenswerter Zustand für die Tourismusweltmeister aus Tirol – zumindest auf lange Sicht gesehen.

Ein lesenswerter wenn auch etwas derber Artikel zum Thema ist auf dem Tirol Blog zu finden. Unterschrieben gegen das Projekt kann auf der Seite der Gegner des Obernberger Sees werden.

theALPS – neue Initiative der Alpenl

Alpiner Tourismus hat ein Problem. Im Winter sind die Betten mehr als ausgebucht, im Sommer herrscht trotz wesentlich geringerer Preise Ebbe in den Hotels. Die neue Plattform theALPS unter Leitung der Tirol Werbung hat es sich zum Ziel gesetzt, die touristischen Alpenregionen stärker zusammenwachsen zu lassen um die Alpen als Tourismusdestination zu stärken.

steinmaennchen_by_Joujou_pixelio.de

Tourismusexperten und Politiker sollen dabei an einem Strang ziehen, um den Alpentourismus zu neuen Höhenflügen zu leiten. Am 13. + 14. September startet theALPS mit der ersten Veranstaltung in Innsbruck durch.

Interessant wird sein, ob man bei der geplanten Vernetzung der Urlaubsregionen in den Alpen über die graue Theorie hinauskommt. Die Zitate die am Online Auftritt von theALPS zu finden sind lassen das Schlimmste befürchten. Beispiel gefällig?

„Das zukunftsweisende Projekt theALPS versteht sich als neue Plattform für gemeinsames touristisches Handeln im Alpenraum, Vernetzung und innovatives Denken. Die Veranstaltung, die von führenden Alpendestinationen getragen und in enger Abstimmung und Kooperation mit der Österreich Werbung entwickelt wird, soll sich als regelmäßiges Treffen für Top-Touristiker der europäischen Alpen und Entscheidungsträger der internationalen Tourismuswirtschaft etablieren.“

Aha – klingt wirklich interessant. Ich kann mir aber gut vorstellen dass St. Ullrich im Pillerseetal andere Ziele hat als Grenoble in den französischen Alpen. Wie soll das funktionieren wenn es nichtmal innerhalb Österreichs klappt, ein einheitliches Vorgehen im Tourismus umzusetzen?

Leere Betten im Sommer

Das Hauptproblem der Alpenregionen ist die starke Schwankung zwischen Winter und Sommer. Könnten die Hotels im Winter die Betten zweifach verkaufen zu Preisen wie Goldschmiede, sind im Sommer die Häuser halb leer. Sommerfrische mit Wandern und Panorama hat ausgedient. Ein junges Publikum lässt sich mit den bestehenden Konzepten nicht mehr ansprechen, die Alten sterben schön langsam aus. Was also tun? Die Alpen als Eventarena touristisch zu versemmeln wird langfristig auch nicht zielführend sein. Die Alpen sind sicherlich eine der schönsten Tourismusregionen der Welt, in Schönheit gestorben hilft aber auch keinem.

Zu dem ganzen kommt noch ein viel profaneres Problem: das Wetter. April – Mai – Juni waren heuer wohl das beste Beispiel dafür, warum Urlauber im Sommer die Alpen meiden. Bei Schmuddelwetter und Schneeschauern nützt die schönste Umgebung nichts. Für die große Masse der Urlauber hat die schönste Zeit des Jahres nun mal mit schönem Wetter zu tun. So schön ich es finde die Berge vor meiner Haustüre zu haben und in den Alpen zu wandern und zu radln, Urlaub würde ich wohl in Tirol im Sommer keinen planen.

Die Initiative theALPS ist prinzipiell begrüßenswert, um echte Mehrwerte für die einzelnen Tourismusregionen zu schaffen, wird die Sache wohl ein wenig zu allgemein und abstrakt bleiben. Überraschungen gerne gesehen und erwünscht.

P.S.: Man sollte Günther Aloys´ Meinung einholen – wenn einer Visionen hat, dann der Guru aus Ischgl. Und warum auch nicht eine große, himmelblaue Plane von Juni bis Oktober von Kärnten bis Frankreich spannen? 😉

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Tiroler Land, Tourismus Land….

Ein wunderbares Zitat von Winston Churchill lautet: „Traue keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast.“ Wie wahr, wie wahr. Die Zahlen zum Thema Statistik Wintersaison 2009/10 in Tirol die heute auch von den Medien aufgegriffen wurde, veranlassen mich trotzdem das Jammern der Hoteliers und Vermieter mal näher zu beleuchten.

Appartement_pixelio.de

Hoteliers sind bekannt dafür zu jammern. Im Grunde genommen weichen sie da von den Selbstständigen anderer Branchen nicht ab. Nur dass Hoteliers meist auf hohem Niveau jammern. Jahr für Jahr verzeichnen Tiroler Tourismusbetriebe ein Plus. Wer mal probiert hat ein Zimmer ein einem Skigebiet nur übers Wochenende zu bekommen weiß, dass eher Wasser nach oben rinnt als sich ein Zimmer in St. Anton „nur“ für Freitag – Samstag finden zu lassen. Auch nicht im sogenannten Jännerloch.

Statistik zur Wintersaison 2009/10 im Tiroler Tourismus

Die Besonderheit der abgelaufenen Wintersaison im Tiroler Tourismus war, dass man schon im Vorfeld lamentierte. Die Wirtschaftskrise konnte schnell mal als Schuldiger ausgemacht werden bevor die erste Schneeflocke die Pisten bedecken konnte.

Bei Statistiken in der Hotellerie sollte man für den unbedarften Leser vorausschicken, dass darin nur die offiziell gemeldeten Gäste enthalten sind. Nirgends ist es leichter sich Kleinigkeiten wie Mehrwertsteuer und Ortstaxe zu sparen als in Hotellerie und Gastronomie.

Unterm Strich ist nun ein Plus von 0,6% bei den Ankünften herausgekommen mit einem Minus von 1,4% bei den Nächtigungen. In absoluten Zahlen bedeutet dies 5.011.200 Ankünfte und 25.225.577 Nächtigungen. Die durchschnittliche Nächtigungsdauer ist zurückgegangen.

Interessant ist vor allem, dass die Verlierer nicht die teuren 4 und 5 Sterne Hotels, sondern kleine Pensionen. 1-3 Sterne Hotels und Appartementhäuser sind. Man wäre geneigt zu denken dass Urlauber in der Krise auf günstige Unterkünfte umsteigen. Dieser Schluss ist nicht ganz richtig, aber auch nicht falsch.

Die Hotels in der Kategorie 4 und 5 Sterne sind preislich ein wenig moderater zu haben gewesen. Hofer Reisen, ITS, Reisefalke und Co. lassen schön grüßen. Man hatte Angst vor dem Ausbleiben der Gäste, hat also teilweise nicht nur auf die üblichen 2-3% Preiserhöhung verzichtet, sondern die Preise teilweise sogar gesenkt. Diese Chance haben kleinere Betriebe  gar nicht. Viele Kunden haben sich den im Verhältnis günstigen Upgrade von einem 3 auf ein 4 Sterne Hotel gegönnt. Des einen Freud, des andern Leid.

Was man aber so aus Branchenkreisen vernimmt, so ist die Einsicht nicht allährlich die Preise zu erhöhen eine kurze gewesen, die nächsten Kataloge der diversen Reiseveranstalter werden im Schnitt wieder leicht teurere Preise vorweisen. Die Angst vor der Krise war eine recht kurze.

Die Statistiken seit 1985 findet ihr hier.

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