Thomas Cook Archiv

Deal der Woche

Gerade eben ist der neue Newsletter von Thomas Cook bei mir eingetrudelt. „Nur heute buchbar – noch mehr Deals der Woche“. Das ganze nennt sich „Geiziger Donnerstag“. Quasi der ehemalige HLX Dienstag von Thomas Cook. Zwei Vier Sterne Hotels auf Mallorca werden zu sagenhaften ab 614 € angeboten. Als Hinweis für zögerliche Kunden, die noch nicht wissen ob sie ihren Augen trauen und ihr Glück fassen können, steht zusätzlich geschrieben: „Nicht lange überlegen!“ Also ich kann da kaum widerstehen….

Ich kann mir fast bildlich vorstellen, wie es in der Marketingabteilung von Thomas Cook zum Entschluss gekommen ist, den Deal der Woche zu machen. „Das funktioniert doch bei den Airlines auch so super mit den Ramschtickets, warum sollen wir das nicht auch probieren?“ Die letzte Hoffnung im Last Minute Geschäft vor der Sommer endgültig dahin ist.

Lieber Thomas! Prinzipiell finde ich es doch klasse, wenn mal was neues probiert wird. Nur sollte man, wenn man sich schon eine tolle Aktion überlegt, diese auch liebevoll umsetzen. Warum schreibt ihr nicht den Statt-Preis hin. Jetzt nur 614 € statt 799 €. Oder ist das, weil es keinen Statt Preis gibt? Auch die Hotels könnte man doch ein wenig liebevoller beschreiben. Kunden, die auf die Seite gelotst werden, sehen noch nichtmal in welchem Ort auf Mallorca die Hotels sind.

Tunesien um 200 €

Was ist schlimmer als ein billig verkauftes Bett? Richtig: Ein leeres Bett. Wen wundert´s also, dass Thomas Cook nun in die vollen geht und probiert, zu retten was zu retten ist. Travel One vermeldet, dass Thomas Cook ab jetzt wieder Urlauber nach Tunesien fliegt. Mit etwas Mut, kann man sich echte Schnäppchen buchen. Thomas Cook Boss Peter Fankhauser dazu: „Ich freue mich sehr, dass wir nun wieder Reisen nach Tunesien durchführen können. Als Marktführer für Reisen nach Tunesien fühlen wir eine besondere Verantwortung gegenüber dem Land. Die Existenz vieler Menschen dort hängt direkt oder indirekt vom Tourismus ab. Je schneller die touristischen Zentren zur Normalität zurückfinden und die Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen können, desto besser ist dies für die weitere Entwicklung in Tunesien.“

kamel-tunesien

Man könnte auch sagen, Schadensbegrenzung ist oberstes Gebot in Zeiten wie diesen. Wann die nächsten Reiseveranstalter Milch geben und die Preise in Nordafrika in den Keller rasseln, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Man darf gespannt sein, wieviele Kunden sich auf eine Reise nach Ägypten und Tunesien einlassen. Am Roten Meer soll die Normalität ja gar nie das Land verlassen haben. Auch wenn es zynisch klingt, aber Herr Fankhauser hat durchaus Recht mit seinem Statement, wenn auch seine Legitimation wahrscheinlich nicht Haupt Antriebsfeder für Thomas Cook ist. Bleibt zu hoffen, dass die Touristen möglichst bald wieder in Scharen nach Ägypten und Tunesien pilgern.

Danke, Tommy

Urlaub heißt für die meisten keine Sorgen zu haben. Keine Sorgen im Urlaub hat man, wenn alles gut organisiert ist. Abflug, Landung, Transfer, Hotel, Rücktransfer, Rückflug, Danke, nett wars! Wem aber verdanken wir Touristiker eigentlich die geniale Idee der Pauschalreise, die es uns ermöglicht auch dem größten Stubenhocker einen Urlaub andrehen zu können?


Wer hats erfunden?

Der Erfinder Pauschalreise ein gewisser Thomas Cook. Jaja, kennen wir alle, nur wer hat sich schon mal gefragt wer denn dieser Thomas Cook eigentlich war? Ich habe mir mal die Mühe gemacht dem Urvater der günstigen Pauschalreise ein wenig auf die Schliche zu kommen und Parallelen zwischen damals und heute zu erkennen.

Laut Wikipedia war Thomas Cook Engländer, der mit 10 Jahren die Schule abbrach. Hmm, wenn die Reisebranche mit den Hungerlöhnen die den Mitarbeitern zugemutet werden, so weitermacht, werden wohl baldigst nur noch Individuen mit dieser Qualifikation an den Countern sitzen. Thomas Cook allerdings war auch Abstinenzler. Naja, das passt dann wohl weniger. Auch eine Vergangenheit als baptistische Laienprediger können wohl die wenigsten nachweisen.

Seine Karriere begann Thomas Cook 1841, als er eine Protestfahrt seiner Abstinenzler organisierte. Quasi die erste PEP Reise der Welt. Mit diesem Tag an, verschrieb sich unser Tommy der Organisation von Reisen und gründete 1845 sein Reisebüro. Zuerst nur innerhalb Großbritanniens, machte er bald auch Europa zu seinem Ziel. Immer unter der Maxime: Anreise, Unterkunft und Verpflegung zu einem Paket gebündelt. Löbliches Vorbild für all jene Produktmanager die heute auch den letzten Winkel der Erde All Inclusive zugänglich machen möchten!

Luftverkehrssteuer: am Ende zahlt doch der Kunde…

Die Luftverkehrssteuer die seit Anfang September in Deutschland in Kraft ist, bewegt die Gemüter. Zu Recht! Der Fiskus verlangt von den Airlines je nach Flug bis zu 45 € pro Passagier. Kurzstrecke 8 €, Mittelstrecke 25 €, Langstrecke 45 €, so lautet die Abstufung der Gebühren die ab sofort fällig sind.

Luftverkehrssteuer: Airlines wälzen ab auf den Kunden

Ein schöner Zug der Deutschen Bundesregierung. Statt Lohn- oder Einkommensteuer und somit der Bürger werden Unternehmen besteuert. Zumindest am Papier. Denn die Airlines wälzen die Gebühren natürlich ab. Wer würde das nicht so machen. Unterm Strich bezahlt also doch wieder Otto Normalverbraucher die Steuer. Würde ich auch so machen, zumal es ja keine Pippifax Beträge sind.

Reiseveranstalter: Luftverkehrssteuer + Spesen

Noch besser treiben es die Reiseveranstalter. Die Branchenprimi TUI und Thomas Cook haben schon angekündigt die Luftverkehrssteuer nicht nur aufzuschlagen, sondern auch noch zu verprovisionieren. Na Bravo. Gut 10 % werden nochmals draufgehaut. Aus 8 € mach 9 €, aus 25 mach 28 und aus 45 mach 50. Neckermann und viele andere überlegen noch, ich bin mir aber ziemlich sicher dass man auch hier zum Schluss kommt dass man die Luftverkehrssteuer verprovisionieren muss.

Das ganze wird von Seiten der Reiseveranstalter folgendermaßen argumentiert, dass man den Reisebüros die Kommission ja auf den Gesamtpreis der Reise zahlen muss. Zudem falle zusätzlicher Verwaltungsaufwand für die Steuer an. Verständlich, obwohl kundenfreundlich anders ausschaut. Eine Pauschalreise kann also schnell mal um 200 € teurer werden. Peanuts oder nicht?

Billigairlines noch unsicher über Luftverkehrssteuer

Zumindest gibt man keine falschen Versprechen wie so manche Billig Airline. Hier wird zum Beispiel bei Easyjet und Ryanair noch herumgemurkst. Man wisse noch nicht…. Standardmäßig wohl kaum… Auf gewissen Flügen aber sehr wohl…. Kann mir kaum vorstellen dass bei Flügen um 99 € inklusive Steuern und Taxen dann auch die Luftverkehrssteuer in Höhe von 8 € mit drinnen sein kann / wird.

TUI bekannteste Marke am Reisesektor

Ganz zusammengewachsen ist Deutschland anscheinend noch immer nicht. Bin gerade über einen Artikel gestolpert, in dem die Bekanntheit der deutschen Reiseveranstalter in Ostdeutschland untersucht wird. TUI und Thomas Cook liegen hier an der Spitze – Surprise, Surprise.

TUI Logo

Die Frage ist nur, wie sollen sich die Ergebnisse in einer Umfrage um die bekanntesten Reiseveranstalter Marken Deutschlands zwischen Ost und West dramatisch unterscheiden? Ost- und Westdeutsche sehen die gleiche Werbung im TV, großen Print Magazinen und Online Portalen. TUI, Neckermann und Thomas Cook üben hier ganz einfach den größten Werbedruck aus. Ich denke man kann das Ergebnis der Umfrage mehr oder minder auf Gesamtdeutschland ummünzen.

Die bekanntesten Reiseveranstalter Marken Deutschlands

TUI führt die Skala mit 91% an. 88% der Deutschen kennen Neckermann, 82 % Thomas Cook. Ebenfalls in Führung liegt TUI in der Wertung „Positive Meinung“. 82% der Befragen haben eine gute Meinung von der TUI. Wieder auf den Plätzen folgen Neckermann und Thomas Cook. Auch bei den Stammgästen ist TUI Marktführer. 14% Wiederholungstäter kann der Reise Riese aus Hannover vorweisen. Gutes Preis Leistungsverhältnis, gute Erfahrung und ein großes Angebot sind verantwortlich dafür sich für die eine und gegen die andere Reisemarke zu entscheiden.

Die neuen Winterkataloge – Hurra!

Alle Jahre wieder…. und das zwei Mal pro Jahr. Die Reiseveranstalter launchen mit großem Getröhne und Tamm Tamm ihre Kataloge. Ende Juli kommen die Winterkataloge in die Reisebüros, Ende Oktober geht es dann schon los mit der Buchbarkeit für den kommenden Sommer. Dabei könnte man es mit Grönemeyers Worten wohl am besten zusammenfassen: Bleibt alles anders.

winterkataloge_by_Helga-Ewert_pixelio.de

Kataloge der Reiseveranstalter

Was heißt das? Nun ja, die Reiseveranstalter präsentieren ihre Kataloge, bahnbrechende, die Touristik revolutionierende Neuerungen sind nicht dabei. Die Kunden warten trotzdem darauf als wäre es die letzte Chance Urlaub zu buchen.

Interessant sind vor allem die Ab-Preis Zimmer sowie die Hochsaison Termine. Wer über Silvester in Graubünden zum Skifahren in ein bestimmtes Hotel möchte, muss sich sputen. Ebenfalls wer das ganz günstige Zimmer mit zwei Kindern im Februar ergattern möchte. Auch ein Dauerbrenner sind die Frühbucherboni, wobei diese ohnehin erfahrungsgemäß immer noch weiter nach hinten verlängert werden.

Winterkataloge von TUI & Thomas Cook

Branchenriese TUI lehnt sich mal wieder aus dem Fenster und nimmt volles Risiko. Nach Schnee in Gletscherskigebieten verspricht man nun Sonne in Mexiko und anderen Ferndestinationen. Das wäre ungefähr so, als würde ich darauf wetten dass die Sonne auch morgen wieder aufgeht: geht sie nicht auf, habe ich ohnehin ein größeres Problem als die Wettschuld.

Thomas Cook und Neckermann hingegen setzen auf Neuerungen im Programm. Indien ist nun mit dabei, so wie noch mehr Rundreisen. Sehr interessant, bucht doch die Mehrheit der Pauschaltouristen Indien Rundreisen. Mal wieder Trendsetter, der olle Tommy.

Die anderen Reiseveranstalter habe ich mir nach abbrandender Euphorie erspart durchzugehen. Kommt Zeit, kommt Pressemeldung….  Nachdem der erste Schwall an brandheißen News über uns ergangen ist, können wir es kaum erwarten bis zum nächsten Highlight der Touristik wenn es heißt: Die Sommerkataloge kommen – Hurra!

Was unterscheidet Reiseveranstalter voneinander?

Was eigentlich unterscheidet die Reiseveranstalter voneinander? Nähern wir uns dem Thema über das typische Verkaufsgespräch im Reisebüro. Die klassische Buchung Reisebüro läuft folgendermaßen ab:

Kunde geht ins Reisebüro >  Mitarbeiter schlägt dem Kunden Pauschalreisen mit Hotels, Transfer und Flug aus Katalog A, B und C vor,  >  Kunde wählt die Reise nach Präferenzen beim Hotel, dem Preis oder den Flugzeiten aus > Reise gebucht

seestern_sabine-koriath_pixelio.de

In der gelebten Realität ist es so, dass der Verkäufer im Reisebüro den Katalog je nach dem Kommissionssatz wählt den die Reiseveranstalter dem Büro zahlen. Je höher der ist, desto eher wird die Hand des Expedienten zum Katalog eines bestimmten Reiseveranstalters greifen. Bei Büros die direkt einem Reiseveranstalter unterstehen, ist die Sache ohnehin klar.Will der Kunde auf Biegen und Brechen in einem TUI Reisecenter eine DER Tour Reise buchen wird man sie ihm schon anbieten, von selber wird der Expedient den DER Katalog allerdings nicht hervorkramen.

Je nachdem ob das Hotel schön oder mies ist, der Flieger pünktlich oder nicht und der Transferbus schnell oder langsam am Ziel, wird der Kunde mit der Reise zufrieden sein. Der Reiseveranstalter der die Reise zusammenstellt und den Katalog druckt, hat außer in der Wahl der Leistungsträger eigentlich keinen Einfluss auf das Seelenheil des Kunden.

Wie unterscheiden sich also die einzelnen Reiseveranstalter? Wir haben bereits gelernt dass die Reiseveranstalter ihre Leistungsträger wählen und aus Airline + Hotel ein Package schnüren. Nun sind viele Hotels gerade in den Flugdestinationen in vielen Katalogen vertreten. Dank unterschiedlicher Preiskalkulation und Flugpreisen unterscheiden sich die Preise trotzdem leicht, auch wenn die Hotels an die verschiedenen Veranstalter im Normalfall die gleichen Preise geben.

Ein Beispiel: Airtours ist unbestritten der Premium Reiseveranstalter, während ITS und 1-2-fly auf der günstigen Seite dahintümpeln. Hat damit zu tun dass Airtours vor allem teure Hotels verkauft, während 1-2-fly mit günstigeren Hotels im 3 Sterne Segment auf die Familien abzielt. Wäre das 5 Sterne Hotel im Katalog von 1-2-fly, so wäre der Preis dort wohl annähernd der selbe.

Wo sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Reiseveranastaltern?

Im Notfall kann es sein dass der Kunde die Reiseleitung seines Reiseveranstalters in Anspruch nehmen muss. Auch dann sind oft zwischen den einzelnen Veranstaltern keine Unterschiede, erfolgt doch die Reiseleitung und Gästebetreuung oft über eine Agentur, die wiederum mehrere Reiseveranstalter bedient.

Ein klein wenig könnte man zumindest die Extraleistungen hervorheben. Zug zum Flug, Obstkorb am Zimmer, Begrüßungscocktail, Solariummünze. Auch Reisebediungen und Stornogebühren können sich unterscheiden, tun es aber in der Praxis nicht wirklich. Im Grunde genommen fallen die aber nicht ins Gewicht und geben selten den Ausschlag über Sein oder Nichtsein.

Nicht immer entscheidet der Kunde nach dem Preis, schon gar nicht nach der ihm unbekannten Reiseleitung vor Ort und noch weniger danach, ob Veranstalter A einen gratis Kindereisbecher am Nachmittag des zweiten Urlaubstages hat den Veranstalter B nicht bietet.

Image ist alles

In der Leistung unterscheiden sich die Reiseveranstalter kaum. Wie so oft im Leben, ist es das Image einer Marke das schlussendlich den Ausschlag zur Buchung gibt. Wenn in 2 Katalogen ein und das selbe Hotel zum gleichen Preis zu haben sind, wird der Kunde nach Sympathie und Image des Reiseveranstalters entscheiden. „Den kenn ich, dem vertrau ich!“

1-2-fly, ITS und die Direktveranstalter wie Berge & Meer sind die Dacia der Reisebranche. Der Ruf ist bedeutend schlechter als die Qualität. Niemand mag sie eigentlich, keiner steht zu ihnen, sie haben keine Fans, aber viele Käufer.

Die untere Mittelklasse sind Neckermann und FTI. Ich würde sie mit Fiat vergleichen. Sie haben schon ihren Preis, das Verhältnis Preis Leistung ist durchaus noch OK, wobei sie recht anfällig für kleine WehWehchen sind.

Eine Stufe darüber sehe ich Thomas Cook und TUI. Thomas Cook würde ich mit einem schnittigen Peugeot bezeichnen, TUI mit einem VW Golf. Beide sind zuverlässig, haben ein gewisses Image des teuren aber noch leistbaren. TUI ist etwas spießiger und teurer als Thomas Cook. Solide Mittelklasse mit Hang zum teuren. Bei beiden Marken zahlt man definitiv den Namen mit. Ebenfalls in diese Klasse fällt DERTOUR. Ich würde sagen der Bausteinspezialist entspricht einem Volvo.

Ganz oben steht Airtours. Der Mercedes unter den Reiseveranstaltern. Man zahlt für den Namen, es ist Prestige ihn zu fahren, die Leistung ist allerdings auch so gut dass es niemals Beschwerden geben wird. Für alle die es sich leisten können.

Soweit alles klar? Na dann, viel Spaß beim Urlaub buchen.

  • Kategorien
  • Sponsors
  • Kommentare
    • Tagcloud
    • Blogroll
    • Reise-Webkatalog
    • Durch das Fortsetzen der Benutzung dieser Seite, stimmen Sie der Benutzung von Cookies zu. Weitere Informationen

      Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website verwenden ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen vorzunehmen, oder auf "Akzeptieren" unten klicken, dann erklären Sie sich mit diesen einverstanden.

      Schließen