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Amsterdam mit dem Fahrrad erkunden

BellitannerAmsterdam liebt Fahrräder. In kaum einer anderen Stadt auf der Welt wird so viel Fahrrad gefahren wie in Amsterdam. Fast jeder Einwohner besitzt hier einen Drahtesel. Die insgesamt 400 km langen Radwege der holländischen Hauptstadt bilden eine hervorragende Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln – auch für Touristen. Mit kaum einem anderen Transportmittel bewegst Du Dich so einfach, schnell und günstig durch die Stadt.

Fahrradverleih
Fahrräder gibt es fast überall in Amsterdam zu Mieten. Die Preise hängen dabei vom Fahrradtyp ab. Fahrräder mit Gangschaltung sind teurer und bei der flachen Landschaft nicht wirklich nötig. Miete also ruhig ein günstigeres Rad ohne Gänge.

Orangebike verleiht nicht nur Fahrräder, sondern bietet auch geführte Touren auf den Drahteseln an. Die Fahrradtouren sind nicht teuer und führen an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten von Amsterdam vorbei. Wer will, kann Amsterdam auch verlassen und die Umgebung außerhalb der Stadtgrenze erkunden. Bierliebhaber können bei den Beer Bikes mitfahren, bei denen man sich auf einem Fahrrad mit Bierfass durch die Stadt strampelt. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte eines der sogenannten „Bakfiets“ ausleihen. Hierbei handelt es sich um ein Fahrrad, das vorne ein hölzernes Abteil für die Kleinen hat.

Sightseeing mit dem Rad
Bei den unzähligen Radwegen und dem kompakten Stadtbild von Amsterdam, ist es besonders einfach die Sehenswürdigkeiten mit dem Fahrrad abzuklappern. Wer sich nicht mit einer Karte rumschlagen möchte, kann auch ganz einfach den Grachten folgen, die sich kreisförmig um die Innenstadt schlingen. Im Frühling, wenn die unzähligen Tulpenfelder in Niederland blühen, lohnt sich außerdem eine Fahrradtour aufs Land.

Radtouren auf eigene Faust
Vielen genügt für eine Spritztour durch Amsterdam einfach nur ein Stadtplan. Hol Dir eine CITO Karte von Amsterdam, die die gesamte Stadt und nicht nur das Stadtzentrum zeigt. Diese und viele andere Stadtpläne gibt es beim Reisebuchladen Pied à Terre (Overtoom 135-137). Alternativ verkauft das Tourismusbüro am Hauptbahnhof auch ein paar Fahrradkarten.
Der Flughafen befindet sich im Süden der Stadt. Damit bietet es sich an eher gen Norden Richtung Meer zu fahren. Außerdem gibt es richtige Fahrradstrecken namens „Knooppuntenroute“, die entsprechend ausgeschildert sind. Selbst wenn Du keine Karte dabei hast, kannst Du ganz einfach den Schildern folgen.

Tipps zum Fahrradfahren:

  • Vorsicht bei Straßenbahnen! Dünne Reifen bleiben leicht in den Spurrillen hängen. Fahr also immer im 90° Winkel über die Gleise.
  • Fahrrad immer abschließen! Nur weil es viele Fahrräder gibt, heißt es nicht, dass es keine Diebe auf Suche nach leichter Beute gibt.
  • Auf Fußgänger achten! Besonders in der Innenstadt laufen Dir gerne mal Fußgängern und Touristen vors Fahrrad.
  • Auf den Radwegen bleiben! Wenn ein Fahrradweg da ist – und das ist er eigentlich immer – solltest Du ihn auch in Anspruch nehmen.
  • Hast Du Lust auf einen Städtetrip nach Amsterdam bekommen? Auf HostelBookers findet man günstige Unterkünfte in Amsterdam mit Fahrradverleih

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    Niederlande: Knick in der Tourismusbranche

    Es ist nicht nur ein gängiger Witz, dass man als Europäer in die Niederlande fährt, um sich dank der liberalen Einstellung mit Cannabis schnell zu berauschen. Tatsächlich leben viele Niederländer von diesem straffreien Handel und profitieren allemal von dem touristischen Influx, der sich an dieser Politik bedient.

     

    Nun soll allerdings der Ruf von Amsterdam etwa dadurch gefährdet werden, dass sich die Politiker in den Niederlanden gegen den Verkauf und Vertrieb von Marihuana an Ausländer aussprechen. Viele Coffee-Shop Inhaber protestieren gegen die Entscheidung. Sie befürchten einen dramatischen Einbruch in ihren Umsätzen, da die Kiffer-Touristen mit größter Wahrscheinlichkeit ausbleiben werden.

     

    Nicht nur der Konsum von Cannabis ist sehr beliebt, auch der Verkauf von besorgen müssen, da die Herstellung in den Niederlanden weiterhin durchaus verfolgt wird und verboten bleibt.

     

    Deshalb wurde in den letzten Jahren oft eine nicht nur tolerierte, sondern auch gesetzlich festgelegte Gesetzeslage gefordert, die einen einheitlichen Umgang mit dem Produkt verspricht. Auch der Schmuggel in benachbarte EU-Länder und die Lärmbelästigung des Kiffer-Tourismus spielen letztendlich in die Entscheidung hinein, ein Verbot für den Verkauf an nicht-ansässige Personen auszusprechen. Für die Gesetzesregelung gibt es allerdings eine Art Galgenfrist, denn erst nach dem Sommer 2012 sollen die neuen Gesetze in Kraft treten. Die Coffee-Shops werden dann zu Clubs umfunktioniert, die zwischen 1000 und 1500 Mitglieder haben dürfen. Diese Mitglieder müssen sich regulär ausweisen um Cannabis zu kaufen und müssen sowohl Volljährig sein als auch einen festen Wohnsitz in den Niederlanden haben.

     

    Die Opposition der Regierung in Den Haag befürchtet allerdings nicht nur das Ausbleiben von wichtigen Touristen, sondern auch wieder einen aufblühenden Straßenhandel und damit einer wieder steigenden Kriminalitätsrate. Auch Hanfprodukte wie etwa Autoflowering Samen oder andere THC-haltige Pflanzen sind von der Regelung betroffen. Ob sich das Gesetz auch in den Coffee Shops durchsetzen kann, bleibt bis zum Herbst offen.

     

     

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