DERTOUR Archiv

Alles neu macht der Juni

In Hannover scheinen die Innovativtage ausgebrochen zu sein. Nachdem man dem Luxus Reiseveranstalter Airtours ein gänzlich neues Gewand verpasst hat und in Zukunft statt Luxus nur noch Ultra Luxus verkaufen will, die RIU Hotels in den Airtours Katalogen fallen diesem Trend zum Opfer, will man bei TUI den Begriff Pauschalreise streichen.

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Statt dem angestaubten Begriff Pauschalreise soll sich der Terminus Veranstalterreise durchsetzen. Finde ich gerade ungefähr so berauschend wie die Umbenennung der Airtours Kataloge in Airtours Bände.

TUI Boss Böttcher meint dazu: „Wir bieten immer weniger austauschbare Massenprodukte und sind wesentlich flexibler als vor einigen Jahren“. Mit den flexiblen Urlaubsreisen will man in Zukunft noch mehr Individualreisende in den Schoß des Veranstalters bringen. Komisch, vor wenigen Tagen noch ging die Meldung durch die Medien dass sich Kunden nach Vulkanasche und Co wieder eher zur Pauschalreise bekennen.

Wird sich an der Produktpalette wirklich was ändern? Mehr oder minder alle Reiseveranstalter setzen schon seit Jahren auf flexibles Packaging und Bausteinreisen, allen voran DERTOUR. Unterm Strich bucht man als Kunde beim klassischen Sun & Beach Urlaub doch noch immer Flug & Hotel.

Rundreisen werden auch in Zukunft eher eine Domäne der Nischenveranstalter bleiben und Backpacker werden wohl auch eher nicht ihren Trip durch Vietnam als Veranstalterreise bei der TUI buchen. Man kann dem Branchenprimus aber zumindest nicht das Bemühen nach etwas frischem Wind absprechen.

Quelle:
Touristik aktuell

Was unterscheidet Reiseveranstalter voneinander?

Was eigentlich unterscheidet die Reiseveranstalter voneinander? Nähern wir uns dem Thema über das typische Verkaufsgespräch im Reisebüro. Die klassische Buchung Reisebüro läuft folgendermaßen ab:

Kunde geht ins Reisebüro >  Mitarbeiter schlägt dem Kunden Pauschalreisen mit Hotels, Transfer und Flug aus Katalog A, B und C vor,  >  Kunde wählt die Reise nach Präferenzen beim Hotel, dem Preis oder den Flugzeiten aus > Reise gebucht

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In der gelebten Realität ist es so, dass der Verkäufer im Reisebüro den Katalog je nach dem Kommissionssatz wählt den die Reiseveranstalter dem Büro zahlen. Je höher der ist, desto eher wird die Hand des Expedienten zum Katalog eines bestimmten Reiseveranstalters greifen. Bei Büros die direkt einem Reiseveranstalter unterstehen, ist die Sache ohnehin klar.Will der Kunde auf Biegen und Brechen in einem TUI Reisecenter eine DER Tour Reise buchen wird man sie ihm schon anbieten, von selber wird der Expedient den DER Katalog allerdings nicht hervorkramen.

Je nachdem ob das Hotel schön oder mies ist, der Flieger pünktlich oder nicht und der Transferbus schnell oder langsam am Ziel, wird der Kunde mit der Reise zufrieden sein. Der Reiseveranstalter der die Reise zusammenstellt und den Katalog druckt, hat außer in der Wahl der Leistungsträger eigentlich keinen Einfluss auf das Seelenheil des Kunden.

Wie unterscheiden sich also die einzelnen Reiseveranstalter? Wir haben bereits gelernt dass die Reiseveranstalter ihre Leistungsträger wählen und aus Airline + Hotel ein Package schnüren. Nun sind viele Hotels gerade in den Flugdestinationen in vielen Katalogen vertreten. Dank unterschiedlicher Preiskalkulation und Flugpreisen unterscheiden sich die Preise trotzdem leicht, auch wenn die Hotels an die verschiedenen Veranstalter im Normalfall die gleichen Preise geben.

Ein Beispiel: Airtours ist unbestritten der Premium Reiseveranstalter, während ITS und 1-2-fly auf der günstigen Seite dahintümpeln. Hat damit zu tun dass Airtours vor allem teure Hotels verkauft, während 1-2-fly mit günstigeren Hotels im 3 Sterne Segment auf die Familien abzielt. Wäre das 5 Sterne Hotel im Katalog von 1-2-fly, so wäre der Preis dort wohl annähernd der selbe.

Wo sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Reiseveranastaltern?

Im Notfall kann es sein dass der Kunde die Reiseleitung seines Reiseveranstalters in Anspruch nehmen muss. Auch dann sind oft zwischen den einzelnen Veranstaltern keine Unterschiede, erfolgt doch die Reiseleitung und Gästebetreuung oft über eine Agentur, die wiederum mehrere Reiseveranstalter bedient.

Ein klein wenig könnte man zumindest die Extraleistungen hervorheben. Zug zum Flug, Obstkorb am Zimmer, Begrüßungscocktail, Solariummünze. Auch Reisebediungen und Stornogebühren können sich unterscheiden, tun es aber in der Praxis nicht wirklich. Im Grunde genommen fallen die aber nicht ins Gewicht und geben selten den Ausschlag über Sein oder Nichtsein.

Nicht immer entscheidet der Kunde nach dem Preis, schon gar nicht nach der ihm unbekannten Reiseleitung vor Ort und noch weniger danach, ob Veranstalter A einen gratis Kindereisbecher am Nachmittag des zweiten Urlaubstages hat den Veranstalter B nicht bietet.

Image ist alles

In der Leistung unterscheiden sich die Reiseveranstalter kaum. Wie so oft im Leben, ist es das Image einer Marke das schlussendlich den Ausschlag zur Buchung gibt. Wenn in 2 Katalogen ein und das selbe Hotel zum gleichen Preis zu haben sind, wird der Kunde nach Sympathie und Image des Reiseveranstalters entscheiden. „Den kenn ich, dem vertrau ich!“

1-2-fly, ITS und die Direktveranstalter wie Berge & Meer sind die Dacia der Reisebranche. Der Ruf ist bedeutend schlechter als die Qualität. Niemand mag sie eigentlich, keiner steht zu ihnen, sie haben keine Fans, aber viele Käufer.

Die untere Mittelklasse sind Neckermann und FTI. Ich würde sie mit Fiat vergleichen. Sie haben schon ihren Preis, das Verhältnis Preis Leistung ist durchaus noch OK, wobei sie recht anfällig für kleine WehWehchen sind.

Eine Stufe darüber sehe ich Thomas Cook und TUI. Thomas Cook würde ich mit einem schnittigen Peugeot bezeichnen, TUI mit einem VW Golf. Beide sind zuverlässig, haben ein gewisses Image des teuren aber noch leistbaren. TUI ist etwas spießiger und teurer als Thomas Cook. Solide Mittelklasse mit Hang zum teuren. Bei beiden Marken zahlt man definitiv den Namen mit. Ebenfalls in diese Klasse fällt DERTOUR. Ich würde sagen der Bausteinspezialist entspricht einem Volvo.

Ganz oben steht Airtours. Der Mercedes unter den Reiseveranstaltern. Man zahlt für den Namen, es ist Prestige ihn zu fahren, die Leistung ist allerdings auch so gut dass es niemals Beschwerden geben wird. Für alle die es sich leisten können.

Soweit alles klar? Na dann, viel Spaß beim Urlaub buchen.

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