Dauerbrenner London

“Wenn ein Mann müde an London wird, ist er müde am Leben.“ Diese weisen Worte stammen von Samuel Johnson und sind heute noch genau aktuell wie im 18ten Jahrhundert, als sie ausgesprochen wurden. Mit rund 30 Millionen Touristen pro Jahr ist London eine der meistbesuchten Städte der Welt. Und das zu Recht- diese Stadt hat alles, was das Herz begehrt. Die Sehenswürdigkeiten sind weltbekannt: der Tower of London, der Buckingham Palace, der Big Ben, die Tower Bridge, der Trafalgar Square und vieles mehr. Wen Geschichte nicht reizt, der kann immer noch shoppen gehen, denn allein auf der Oxford Street befinden rund 300 Läden. Und für einen entspannten Nachmittag gibt es eine schier endlose Auswahl an Parks und Museen.

Jeder Stadtteil ist einzigartig; in jedem finden sich kleine Shops und Restaurants abseits der Hauptstraßen. Für Vintage- Fans ist die Stadt ein Traum, viele Second- Hand Läden sind längst keine Geheimtipps mehr. Einer der offensichtlichste Anlaufpunkt ist der Camden Lock Market, ein riesiges Gewirr aus Marktplatzständen und kleinen Läden. Pro Woche empfängt der Markt rund 500,000 Besucher die sich zwischen den Ständen, Pubs und Cafés tummeln. Ein anderes Highlight: die berühmte Carnaby Street. Die Straße, schon in den Sechzigern als Einkaufserlebnis bekannt geworden, rühmt sich heutzutage vor allem mit teuren Designerläden.

Auch die Übernachtungsmöglichkeiten sind vielfältig- vom Hostel bis zum Nobelhotel ist die Auswahl groß. Wer nach einer ungewöhnlichen Alternative sucht, kann sich zum Beispiel auf der Website von onefinestay umschauen. Das Startup Unternehmen aus London ist das erste unhotel der Welt und bietet Reisenden die Chance, die Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennen zu lernen. Die Idee: man übernachtet in der Wohnung einer anderen Person, während diese gerade nicht in der Stadt ist, ohne auf den Komfort eines Hotels zu verzichten. WLan ist also weiterhin vorhanden, genauso wie die frischen Handtücher und die putzigen kleinen Shampooflaschen. Als Gast wird einem außerdem ein iPhone gegeben, was das Hoteltelefon ersetzt. Bei Problemen oder Fragen kann man also trotzdem ständig jemanden erreichen. Das Besondere an dem Telefon sind die Tipps der Bewohner, die darauf gespeichert sind. Diese geben einem nützliche Informationen über die Gegend, in der man lebt- der tolle Pub um die Ecke, der günstige Second- Hand- Laden oder das kleine Theater in dem gerade eine Vorstellung stattfindet. Jede Wohnung ist dabei individuell eingerichtet, abhängig von der Persönlichkeit der Person, der sie gehört. Das führt zu einem Übernachtungserlebnis der besonderen Art, abseits der Hotelzimmer und der bekanntesten Touristenmagneten der Stadt.  Das Ziel ist, dass man sich am Ende seines Aufenthaltes hoffentlich dann nicht mehr als Tourist, sondern eher als Teil der Stadt und als Einheimischer fühlt.

Thurloe Square– Stilvoll eingerichtetes Apartment in der Nähe vom Hyde Park

 

Scampston Mews– So sieht die Küche eines Schriftstellers aus, der auf Kochen spezialisiert ist!

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