Aus für Nackedeis in Italien

Anders als Kroatien, ist Italien ohnehin nicht für FKK und Freizügigkeit bekannt. Am erzkatholischen und konservativen Stiefel gibt man sich zugeknöpft, da können Gigolos maximal Damen im Bikini hinterherlinsen. Nun wurde die letzte Bastion der Nacktbader von der Landkarte gespült. Am FKK-Strand La Capocotta in der Nähe von Rom, wurde der Sandstrand quasi von der Erde getilgt.

Die Schirmverleiher, Restaurantbesitzer und Kioskbetreiber haben nun um Hilfe der Regierung gerufen. Der Strand müsse so schnell als möglich aufgeschüttet werden. Bei Silvio Berlusconi, auch bekannt als Signore Bunga Bunga, könnten die Bitten durchaus auf Gegenliebe stoßen. Auf der anderen Seite, wer will es sich mit Moral und Ordnung schon vertun?

Wo Verlierer sind, sind natürlich auch Gewinner nicht fern. Die Gebete der FKK Gegner dürften erhört worden sein, war der Strand doch seit Jahren Stein des Anstoßes. Gegner des FKK Strandes hatten bisher verzweifelt versucht, dem nackten Treiben Einhalt zu gebieten.

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Sturmfluten und die Strömung haben Italiens einzigen FKK-Strand La Capocotta südwestlich von Rom stark zugesetzt. Wie der „Corriere della Sera“ (Montag-Ausgabe) berichtet, habe die Natur geschafft, was jahrelange Beschwerden und Verbotsversuche nicht vermochten: Vom Strand sind nur noch wenige Meter übrig.

Die Erosion tritt in der Regel jedes Jahr in diesem Küstenabschnitt auf. Heuer habe das Meer den Sand allerdings nicht wie üblich wieder abgelagert. Vom Strand sei so wenig übrig, dass Schirmverleiher nicht mehr wüssten, wo sie ihre Schirme platzieren sollen.

Kioskbesitzer fordern nun La Capocottas „Rettung“ und öffentliche Mittel zur Aufschüttung der Küste – nach dem Vorbild von Ostia, dem Hafen von Rom, schreibt der „Corriere“.

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