Mallorca mit Rad & Mietwagen

6636110015_9de4b6b656_bJa, ich gebe es zu: ich bin Mallorca Fan. Und zwar zu jeder Jahreszeit und für jeden Zweck. Ich war im kühlen Februar mit der Mandelblüte dort, im angenehm milden Oktober für einen Halbmarathon, zwei Mal im Sommer zum Junggesellenabschied und vor einem Monat im April für ein Rennrad Trainingslager. Während ich im Sommer dem Anlass entsprechend vor allem den Ballermann mit all seinen Facetten und Wunderlichkeiten kennenlernen durfte, kann ich euch nun die tatsächlich schönen Seiten der Insel beschreiben.

Das Tolle an Mallorca ist die große Vielfalt die die Insel zu bieten hat. Während zum Beispiel Lanzarote mit dem Fahrrad irgendwann langweilig wird, es gibt dort nicht allzu viele Möglichkeiten plus pfeift einem ständig der Wind brutalst um die Nase, kann man auf Malle zwischen angenehmen Küstenstraßen, hügeligem Terrain im Hinterland und richtigen Bergen in der Tramuntana wählen. Immer wieder kommt man durch tolle Ortschaften mit richtig netten Stadtkernen. Und die kleinen Straßen, die abseits der Hauptrouten fast vollkommen verkehrsfrei über die Insel führen, sind ohnehin der Hammer für Rennradler. Immer Ausschau nach diesen sogenannten Cami´s halten, dann kann nix schief gehen. Irgendwo kommt man immer wieder raus. Wer es weniger sportlich mag, kann Mallorca auch mit dem Mietwagen erkunden. Es gibt supergünstige Angebote, auch tageweise, um die Insel ein wenig kennenzulernen. Wobei es natürlich mit dem Rad ungleich schöner ist. 😉

Highlights auf Mallorca

Ich bin am liebsten im Südteil der Insel. Rund um die Playa de Palma ist eigentlich immer was los. Richtig rund geht es nur im Sommer, also keine Sorge. Im Süden ist das Wetter meist etwas stabiler. Zudem geht auch weniger der Wind und man kann abwechslungsreichere Touren machen als z.B. im Westteil der Insel oder an der Küste im Norden.

Eines der Highlights ist die Hauptstadt selbst. Der große Hafen mit der Promenade, dazu die Kathedrale, das kann schon was. Von El Arenal führt ein Radweg hinein nach Palma, den würde ich allerdings nicht unbedingt empfehlen, der ist superschmal und irrsinnig stark befahren. Parallel dazu führt eine größere Straße in die Stadt, das ist für meinen Geschmack fast angenehmer.

Etwa 15 Kilometer von der Playa de Palma entfernt liegt das Städtchen Llucmayor. Perfekt für eine Kaffeepause. Nur wenige Kilometer westlich davon zweigt von der Hauptstraße ein Weg ab hinauf zum Kloster Randa. Der Anstieg ist circa 5 km lang und nicht allzu steil. Von oben aus hat man einen Superblick hinab bis zum Meer und auf das Hinterland.

Der für mich schönste Teil Mallorcas allerdings ist die Westseite mit der Tramuntana. Die Steilküste begrenzt den Teil der Insel eindrucksvoll auf der einen, die Bergkämme auf der anderen Seite. Tolle Straßen wie der Soller oder der Orient sind alljährlich im Frühling das Mekka für Radsportler. Der höchste Punkt ist der Puigmayor. Viele Kilometer, wenn auch nicht allzu fordernd, führt die Straße hier hinauf. Oben am Kamm angekommen kann man sich entweder für die Heimfahrt oder für eine Verlängerung der Tour auf den Sa Calobra entscheiden. Diese sich um sich selbst windende Straße muss man gefahren sein. Sehenswert in der Tramuntana ist auch das Örtchen Valldemossa mit dem historischen Kern.

Foto: Fernando Lopez / flickr.com