Hong Kong – Großstadt pur

Dreieinhalb Tage Hong Kong standen im starken Kontrast zum winzigen Koh Lipe. Erstens war das Wetter geradezu winterlich (soll heißen: Regen bei ca. 15 Grad), zweitens wirkt die Stadt als wäre sie der Ursprung der Zivilisation im Sinne von architektonischem Einfallsreichtum und drittens tummeln sich hier Tag und Nacht Millionen von Menschen auf den Straßen, unweit des Zockerparadieses Macau auf der anderen Seite des Perlflussen mit seinen Casino Spielen.

Bootsrundfahrt Hong Kong

Die halbtägige Stadtrundfahrt am Morgen nach meiner Ankunft ließ mich die Stadt in ihrem Ausmaß ein wenig besser begreifen und war nebenbei noch eine angenehme Methode herum zu kommen ohne dabei durch den Regen aufgeweicht zu werden.

In den darauf folgenden Tagen spazierte ich ausgiebig durch Downtown Hong Kong und Kowloon. Angefangen von riesigen Luxus Shopping Zentren bis hin zu schmuddeligen kleinen Gassen, in denen fernöstliche Spezialitäten in mobilen Garküchen vor einem zubereitet werden. Neben den prächtigen Wolkenkratzern im Central Business District, allem voran natürlich der Bank of China Tower und die beiden IFC Türme, stechen einem auch die an die Hänge geklebten Wohnblöcke auf, in denen unter engsten Bedingungen tausende Menschen ihre Bleibe haben und oft nicht mehr als ein paar Quadtratmeter Privatsphäre zur Verfügung haben (und dafür trotzdem horrend hohe Mieten bezahlen). Definitiv nichts für mich – und plötzlich findet man auch die Mietpreise in Tirol gar nicht mehr so überzogen teuer…

Die Gegensätze der Stadt spiegeln sich überall wieder und so kam es mir schon etwas seltsam vor, dass einem vor den Luxusgeschäften von Rolex und Prada sogen. „Sales Agents“ ansprechen und einem „Fake Watches“ und „Taylor Suits“ andrehen möchten, natürlich garantiert zum besten Preis in der Stadt! Somit muss man wenigstens sein Glück nicht bei einer Partie Black Jack im benachbarten Macau unter Beweis stellen.

Hong Kong bei Nacht

Durch das regnerische Wetter suchte ich einige Male Unterschlupf in einem der tausenden (no joke!) Starbucks Cafes und schaffte es tatsächlich mit einer Deutschen, die ich in Thailand kennen gelernt hatte zu treffen. Ich freute mich über das spontane Zusammenkommen und genoss die Gesellschaft in der Großstadtanonymität. Am letzten Abend wartete ich noch wie viele andere an den Piers in Kowloon auf die allabendliche Lasershow über den Dächern der Stadt. Nach der Vorstellung der einzelnen Gebäude mit jeweils eigenwilliger Lichtdekoration begannen die Millionen LEDs, Laser und Scheinwerfer im Klang zur Musik aus den Lautsprechern abwechselnd zu leuchten, funkeln und strahlen und versetzten den gesamten Hafen in eine spektakuläre Bühne. Zu meiner großen Freude konnte ich diese Momente wirklich toll auf meiner Kamera festhalten.

Wie zum Hohn war das Wetter am Tag meiner Abreise wolkenlos und angenehm warm, sodass ich den Vormittag noch damit verbrachte, ein paar Stunden in der Sonne zu verbringen und die Seele baumeln zu lassen.

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