Einmal mehr: der Gardasee ruft

Ja, ich weiss. Reiseblogger überschlagen sich häufig im Superlativ. Die tollste Reise, das größte Abenteuer, das schönste Hotel, die schlechteste Airline und was es eben sonst noch so aus dem Alltag eines Globetrotters zu berichten gibt. Minimum einmal pro Jahr verschlägt es mich allerdings an den Gardasee. Eh klar, Tiroler, Gardasee, was sonst mag der geneigte Leser nun denken. Aber halt: so schnell lasse ich mir meine Lieblingsdestination jetzt nicht madig machen. Der Gardasee mag zwar nicht mithalten können mit meinem geplanten Trip quer durch Kanada, der letztjährigen Trekkingtour durch Ladakh oder der Kilimanjaro Besteigung, nicht umsonst allerdings ist der Lago di Garda eines der beliebtesten Reiseziele in Europa. Hier meine Aufstellung der Vorteile (streng subjektiv gesehen natürlich;-) )

1) Die Nähe
Wie gesagt, sehr subjektiv. ICH fahre nämlich nur zweieinhalb Stunden und bin entspannt am Ziel. Für einen Wiener dauert´s natürlich länger, aber die können halt nicht immer der Nabel der Welt sein.

2) Klima
Obwohl sehr nahe an der Heimat, ist der Lago klimatisch vom Herrgott geküsst. Sommer ist dort noch Sommer, der Frühling wie der Sommer in Tirol und der Herbst wärmer als der Sommer in Tirol. Dabei verzichtet der Lago auf Hitze wie in Ägypten, Griechenland oder der Türkei. Sehr angenehm.

3) Währung und Preise
Italiener und Tiroler sind EU Brüder. Das heißt ich kann sehr schnell feststellen wie sehr mich die Banditen (ja, billig war Italien mal, das ist vorbei) übers Ohr hauen. Braucht man in Dubai einen Währungsumrechner um festzustellen wieviel eine Taxifahrt kostet, ist sowas in Italien nicht nötig. Nicht weltbewegend, aber immerhin ein Argument.

4) Berge und mehr
Wenn ich diesen See seh, dann brauch ich kein Meer mehr. Ja, so ist das. Ich bin nicht der Typ der sich stundenlang in der Adria oder am Strand in der Karibik suhlen will. Für mich als Radsportler ist der Gardasee perfekt. Direkt hinterm See erhebt sich der Monte Baldo, im nahen Etschtal finde ich die lessinischen Berge und im Süden grenzt die Poebene an. Mehr Abwechslung geht nicht. Aufs Meer gepfiffen.

5) Dörfer und Städte
Ich bin gerne in Spanien, egal ob Festland, Balearen oder Kanaren. Die Urlaubsorte dort sind allerdings ein Pain in the Ass wie der Engländer sagt. Die Orte wie Bardolino rund um den Gardasee hingegen sind wunderschön, aufgemaschelt für uns Touris und trotzdem noch ursprünglich. In nächster Umgebung sind zudem Highlights wie Verona, Bergamo und Venedig.

Linktipps in diesem Post: Währungsrechner

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